Über den Prozess des Schreibens
Wie Geschichten
entstehen
Vom ersten Impuls bis zur Finalisierung eines Romans, einer Erzählung oder eines Gedichts können Jahre liegen oder Tage. In beiden Fällen liegen vom Anfang bis zum Ende des Weges viele Schritte. Auf dieser Seite gebe ich Einblicke in meinen individuellen Arbeitsprozess.
Weiter Raum
Rund 50 literarische Texte habe ich in den vergangenen drei Jahren verfasst. Fast alle bleiben unter fünf Seiten. Ich habe die kurzen Formen für mich entdeckt. Und lasse mich von ihren Möglichkeiten mitreißen.
Über das Überarbeiten
Von der ersten Idee bis zum Ausdruck der Rohfassung meines aktuellen Romans mit dem Arbeitstitel Der Abschluss dauerte es knapp eineinhalb Jahre. Doch die wirkliche Arbeit steht noch bevor.
Erkenntnisse an der Ziellinie
Weihnachten – Pause. Vier Tage nicht am Schreibtisch, ein kleiner Baum im Topf mit Lichterkette, märchenhafte Schneelandschaft auf der Schwäbischen Alb. Jetzt geht es weiter.
Im Meer der Ratgeber
Ich habe mich in den vergangenen Monaten intensiv mit Schreibratgebern auseinandergesetzt. Es war eine Entdeckungsreise. Zuerst aber musste ich ein Dogma ablegen.
Die Form der Geschichte
In den Tagen der Isolation schreibe ich viel. Und diskutiere anschließend mit meiner gnadenlosen Erstleserin S. über Struktur und Inhalt. Einer von S. Ratschlägen traf einen Nerv - mit Verspätung.
Die Worte der anderen
Wer schreiben will, sollte zunächst mal lesen – am besten täglich, am besten viel. Dieser Hinweis findet sich in fast allen Ratgebern. Wen das abschreckt, der ist wahrscheinlich nicht zum Schreiben gemacht.
Vom Lesen und Mitreißen
Gerüchteweise können Schriftsteller zwar schreiben, als gebe es kein morgen, aber wenn sie das Geschriebene präsentieren sollen, erschaudern und verzagen sie. Dabei kann man lesen lernen.
Fern, fern von allem
Zu schreiben verlangt zweierlei: Ruhe und Kontinuität. Beides schwer zu finden, wenn die Verpflichtungen des Alltags ihre Krallen ausfahren. Zweimal schon packte ich deshalb meinen Koffer - und verschwand.